HEXAL HERZ KREISLAUF Herz
Suche HEXAL AG www.hexal.de
HEXAL AG
Sie sind hier:   Startseite / Erkrankungen / Herzrhythmusstörungen
 

Die medikamentöse Behandlung

Zur medikamentösen Behandlung verwendet man sogenannte Antiarrhythmika. Diese beeinflussen in unterschiedlicher Weise die Bildung und Weiterleitung der elektrischen Erregungen im Herzen.

Die Arzneistoffe zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen kann man in folgende Gruppen einteilen:

  • Klasse-I-Antiarrhythmika (z.B. Propafenon)
    Diese Medikamente hemmen den Einstrom von Natrium in die Herzmuskelzellen. Sie verhindern dadurch, dass die Erregungsleitung zu schnell abläuft. Die Herzarbeit wird verringert, und der Herzschlag normalisiert sich.
  • Klasse-II-Antiarrhythmika (z.B. Atenolol, Metoprolol)
    Diese auch als „Betablocker“ bekannten Arzneimittel hemmen übermäßige Nervenimpulse auf das Herz und normalisieren auf diese Weise den Herzschlag.
  • Klasse-III-Antiarrhythmika (z.B. Amiodaron, Sotalol)
    Antiarrhythmika der Klasse III verhindern das Ausströmen von Kalium aus den Herzmuskelzellen und verlangsamen so die Erregungsleitung im Herzen. Vor allem ausgeprägte Störungen mit schnellem Herzschlag und häufig auftretenden, gefährlichen Extraschlägen können mit solchen Substanzen wirksam behandelt werden.
  • Klasse-IV-Antiarrhyrhmika (z.B. Verapamil)
    Arzneimittel dieser Gruppe werden Calciumantagonisten genannt. Sie verzögern die Weiterleitung der elektrischen Erregungen im Herzen, indem sie den Einstrom von Calcium in die Herzmuskelzellen vermindern.

Die Herzschlagunregelmäßigkeiten können auch auf einer mangelhaften Mineralstoffversorgung beruhen. In diesem Fall wird Ihnen Ihr Arzt evtl. ein Medikament verordnen, das sowohl Kalium als auch Magnesium enthält.

Bei bestimmten Herzrhythmusstörungen (z.B. Vorhofflimmern) besteht ein erhöhtes Risiko von Blutgerinnselbildung im Herzen. Um diesem vorzubeugen, werden häufig gerinnungshemmende Arzneimittel, wie z.B. Phenprocoumon, verordnet.

Die medikamentöse Behandlung ist leider nicht bei allen Formen von Herzrhythmusstörungen ausreichend wirksam.
Daher wird Ihr Arzt Ihnen vielleicht einen Herzschrittmacher oder einen sog. implantierbaren Kardioverter-Defibrillator (ICD) empfehlen.

Ein Herzschrittmacher sendet regelmäßig elektrische Impulse aus und gibt dadurch dem Herz den Rhythmus vor. Er wird eingesetzt, wenn das Herz nicht schnell genug schlägt, um die Körperorgane ausreichend mit Blut zu versorgen.

Der ICD lässt sich im Aussehen mit einem Herzschrittmacher vergleichen. Er kann bedrohliche Rhythmusstörungen erkennen und diese durch elektrische Impulse beenden.

Trotz des Herzschrittmachers oder des ICD müssen Sie häufig auch weiterhin Medikamente einnehmen, um den Herzrhythmus zu stabilisieren.

 Was können Sie sonst noch für Ihr Herz tun?

nach oben 




Herzrhythmus-
störungen
Was sind Herz-
rhythmusstörungen (Arrhythmien)?
Wie werden Herzrhythmus-
störungen eingeteilt?
Was ist ein EKG?
Wie kommt es zu Herzrhythmus-
störungen?
Welche Folgen können Herzrhythmus-
störungen haben?
Wie werden Herzrhythmus-
störungen behandelt?
Was können Sie sonst noch für Ihr Herz tun?
 

Meldung von Nebenwirkungen

Nebenwirkungen im Zusammenhang mit unseren Arzneimitteln können Sie auf verschiedenen Wegen an uns melden:

Im Fall von medizinischen Notfällen bitten wir Patienten sich umgehend an einen Arzt oder den ärztlichen Notdienst zu wenden.